Selbst ist die Frau – gerade in den Wechseljahren

Eine grundlegende Rolle zur Erhaltung der Gesundheit – gerade in den
Wechseljahren – spielt der eigene Lebensstil.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind immer ratsam, sie werden jedoch in den Wechseljahren noch bedeutender.

Warum?

Der Stoffwechsel verlangsamt sich und der Körper braucht weniger Energie. Das bedeutet: Das Essverhalten muss der neuen Situation angepasst werden, sonst ist eine stetige Gewichtszunahme die Folge. Dabei sollten keine drastischen Diäten gemacht werden, die vielleicht kurzfristig Gewicht reduzieren, aber langfristig das Problem nicht lösen.

Im Gegenteil. Hier geht es um eine dauerhafte Umstellung der Ernährung, an die man sich Schritt für Schritt gewöhnt. Eine gesunde Lebensweise besteht z. B. darin, pro Tag mehrmals Obst und Gemüse zu essen, Vollkornfasern zu konsumieren, 2 x pro Woche Fisch zu essen und den Konsum von Salz, Alkohol und Nikotin stark einzuschränken.

Viel Obst für den Hunger zwischendurch oder in getrockneter Form auch als Ersatz für etwas Süßes, reichlich Gemüse und Salat bieten kalorienarme und nährstoffreiche Kost.

Statt tierischer Fette in Wurst, Käse und Butter können mageres Geflügel- oder Rindfleisch und Fisch eine gesunde und schmackhafte Bereicherung des Speiseplans werden.

Ausreichend trinken ist ein weiterer Baustein: Viel Flüssigkeit ist gut für Verdauung, Haut und Gehirn. 1,5–2 Liter helfen außerdem dabei, den Hunger in der Anfangsphase der Umstellung zu dämmen. Dabei sollte Wasser bevorzugt werden.

Wichtig ist, wie so oft, die eigene Einstellung. Wer zweifelnd und zögerlich auf die anstehenden Änderungen reagiert und möchte, dass alles so bleibt, wie es ist, wird sich das Leben nur unnötig schwer machen. Immerhin ist es der eigene Körper, der einem zeigt, dass etwas geändert werden muss!

Also warum nicht mit Spaß die neue Lebensphase angehen, neue Rezepte und Sportarten ausprobieren, ein neues Körpergefühl entdecken?

Neben einer ausgewogenen Ernährung regt Bewegung den Stoffwechsel an, ist gut für das Herz-Kreislaufsystem, Muskeln, Knochen und Gelenke.
Ideal ist es, sich regelmäßig zu bewegen, täglich 30 Minuten reichen schon. Auch das sollte Spaß machen, egal ob Yoga, Hanteltraining, Laufen, Tanzen, Schwimmen, Spazierengehen. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern nur um ausreichende Bewegung. Den „inneren Schweinehund“ zu überwinden ist in der Anfangszeit vielleicht das Schwierigste.

Wenn Sie schon längere Zeit keinen Sport gemacht haben, fangen Sie doch einfach damit an, bewusst Bewegung in den täglichen Ablauf einzubauen:

zum Beispiel Treppensteigen, obwohl es einen Lift gibt, mit dem Rad zum Einkaufen fahren oder eine Station früher aus dem Bus/der U-Bahn aussteigen.