Sexualität in den Wechseljahren

Früher herrschte die Meinung vor: Die Wechseljahre bedeuten das Ende Deiner Sexualität, das Ende der Lust. Moderne Frauen zweifeln die Zwangsläufigkeit des Zusammenhangs an. Zu Recht.

Heutzutage fragen betroffene Frauen eher, ob ihre Lustlosigkeit „normal“ sei. Tritt sie auf, so sind die Gründe dafür oft hormoneller oder auch psychologischer Natur. Die Reduzierung der Östrogene und des Testosterons können ebenso dazu führen wie die Angst, nicht mehr attraktiv zu sein.

Die Ergebnisse einer Forsa-Studie aus dem Jahr 2013 zeigen allerdings:

Von den 45- bis 60-jährigen Frauen sagen 53 Prozent, dass ihre Lust auf Sex unverändert geblieben sei.

Eine weitere Studie aus 2013 ergab: Rund drei Viertel aller Frauen ab 50 Jahren sind mit ihrem Sexleben zufrieden. Und je älter Frauen werden, desto erfüllter und zufriedener scheint ihr Liebesleben zu sein. Bei älteren Paaren ist es sogar oft besser und aufregender als bei jüngeren, fanden Wissenschaftler des Psychologischen Instituts der Universität Göttingen heraus, die im Internet über 60.000 Menschen zwischen 20 und 59 Jahren nach ihrer sexuellen Zufriedenheit befragten.

Die Lust kennt also kein Alter und Schönheit lag schon immer im Auge des Betrachters!

Verweigern Sie sich selbst also kein unbeschwertes Liebesleben, indem Sie die neue Lebensphase und das Ende Ihrer Fruchtbarkeit negativ sehen und zulassen, dass sich dies auf Ihr Selbstbild auswirkt. Machen Sie das Beste daraus!

Verhüten in den Wechseljahren?

Ja. Die neue Unbeschwertheit sollte nicht dazu führen, die Verhütung zu vergessen. Nur weil der Zyklus in den Wechseljahren unregelmäßiger wird, kann die Frau dennoch schwanger werden. Ein Gespräch mit dem Frauenärztin/Frauenarzt über eine geeignete Verhütungsmethode ist auch hier ratsam.

Erst wenn die Periode ganz ausbleibt, beginnt die Zeit des unbeschwerten Liebeslebens ohne Verhütungsmittel.